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Antiquariat Neue Kritik

Weiße Maria

Hanna Krall

Weiße Maria

(auch als E-Book erhältlich)

 

Aus dem Polnischen von Bernhard Hartmann

188 Seiten
gebunden
ISBN 978-3-8015-0407-6
19,50 EUR

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Autor
 

Hanna Krall kehrt zu einer autobiographischen Urszene zurück: Eine jüdische Mutter sucht für ihre Tochter Taufpaten und wird von einem christlichen Ehepaar abgewiesen, das in der Kirche im Angesicht Gottes nicht lügen kann. Die Reporterin geht auf Spurensuche; sie möchte herausfinden, was aus den als Taufpaten vorgesehenen Eheleuten wurde.

 

In einer Kombination von persönlichen Erinnerungen und historischer Recherche rekonstruiert die Autorin das Schicksal ihrer Protagonisten. Es geht um Henker und Opfer, Deportationen, Säuberungsaktionen, Denunziationen, kurz darum, was Menschen Menschen angetan haben – vor dem Krieg, während des Krieges und danach.

 

Ihrer Poetik getreu erschafft Hanna Krall aus vielen Einzelschicksalen ein mosaikartiges Bild und ermöglicht somit auch neue Einsichten in die polnische Zeitgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Aus dem Text:

Warszyc erhielt die Todesstrafe. Halina zehn Jahre und Papa ein Jahr. Es ging ihm nicht schlecht. Er nähte für die Wärter, und als Mama ihn einmal besuchte, überließ der Direktor ihnen sein Zimmer. Zehn Monate später kam meine Schwester zur Welt, die jüngste. Sie hat eine Firma, die Dichtungen herstellt. Die mittlere macht Schneiderpuppen. Die älteste ist aus einem Fenster im dritten Stock gesprungen, so unterschiedlich geht es im Leben zu.

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