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Antiquariat Neue Kritik

Nur das was war

Miron Bialoszewski

Nur das was war

Erinnerungen aus dem Warschauer Aufstand

 

Aus dem Polnischen von Esther Kinsky

320 Seiten
gebunden
ISBN 978-3-8015-0276-8
25,00 EUR

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Autor / Pressestimmen
 

Der Warschauer Aufstand der polnischen Bevölkerung gegen ihre deutschen Besatzer begann am 1. August 1944 und entwickelte sich im Laufe von wenigen Wochen zu einer Tragödie: Über 200 000 Bewohner der Stadt fanden den Tod, und Warschau wurde nahezu vollständig zerstört.

 

Zwanzig Jahre später schrieb der polnische Dichter Miron Bialoszewski (1922-1983) nieder, was er im Alter von 22 Jahren erlebte. Er berichtet aus der Sicht eines Zivilisten, der das alltägliche Drama der Bevölkerung teilte, die zwei Monate lang inmitten des Bombenhagels nach Möglichkeiten des Überlebens suchte.

 

Bialoszewski versucht ein plastisches Bild der Situation zu vermitteln, dem Geschriebenen hör-, seh- und fühlbare Dimensionen zu verleihen und unterscheidet sich gerade darin von der sonstigen starren heroischen Literatur zum Thema.

 

Die Sprache seiner Erinnerungen wirkt ungeschliffen, gebrochen und umgangssprachlich, die Sätze sind oft fragmentarisch. Sie ist Ausdruck des tiefen Misstrauens des Autors gegenüber den vorfindbaren ästhetischen Normen. Der Text stellt ein Anschreiben gegen den Verlust von Wirklichkeit dar.

Pressestimmen

Hier hat jemand lange über Schreiben und Erinnern, über Wirklichkeit und Abbild nachgedacht.

Detlev Claussen, Frankfurter Rundschau

 

Zahlreiche Einzelepisoden entwerfen Bilder von größter Eindringlichkeit. Die Sprachkraft des Autors verleiht dem Buch literarischen Rang.

Gerd Fleder, Bücherei-Nachrichten

 

So bleibt dann auch Bialoszewski ganz nüchtern, spröde beinah, oft nur noch aufzählend und atemlos Worte aneinanderreihend. Auch der Gestus des Erinnerns bleibt sichtbar im Tasten nach verschwommenen Bildern, im Fragen nach der Reihenfolge der Ereignisse, im Eingeständnis nur noch weniges präzis zu wissen, vieles aber noch genau zu hören, zu schmecken und zu riechen.

Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung

 

 

 

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