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apropos 16

apropos 16

Marlene Dietrich

 

Mit einem Essay von Lars Jacob

140 Seiten
12,0 x 19,0 cm
Mit zahlreichen Abb.
ISBN 978-3-8015-0342-0
15,– €

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Pressestimmen
 

Marlene Dietrich, Deutschlands einziger Weltstar, hat das Frauenbild dieses Jahrhunderts wie kaum eine andere geprägt. Ihre modellierte Schönheit, ihr selbstbewusstes Auftreten, die legendären Hosenanzüge ließen sie zum Inbegriff der modernen Frau werden.

 

Zugleich ist sie aber auch Repräsentantin einer untergehenden Epoche. Marlene Dietrichs Aufstieg verläuft parallel zum Abstieg Preußens. Aufgewachsen im wilhelminischen Elternhaus, hat sie sich stets auf die Maximen ihrer preußischen Herkunft berufen. Dem Missbrauch des »friderizianischen Geistes« durch die Nazis verweigert sie sich. 1939 wird sie amerikanische Staatsbürgerin, 1944 zieht sie gegen ihr Vaterland in den Krieg.

 

Der Essay von Lars Jacob beleuchtet Marlene Dietrichs Beanspruchung des Preußischen ebenso wie das zwiespältige Verhältnis der Deutschen zu ihrer »letzten Preußin«.

 

Lars Jacob, geboren 1968 in Braunschweig. Studium der Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft in München; Promotion in Köln; arbeitet als Redakteur bei der ARD-Programmdirektion in München.

Pressestimmen

Marlene Dietrich bezeichente sich im Alter als »preußisches Relikt«, denn keine der Tugenden, die sie schätzte und hochhielt, hatte noch Bestand. Was Nazi-Deutschland nicht in Misskredit gebracht hatte, zerstörte erst die Wirtschaftswunderrepublik, dann die Studentenbewegung.

Manuela Reichart, Süddeutsche Zeitung

 

»Im Herzen bin ich ein ganz dummer, kitschiger romantischer Backfisch«, so charakterisierte Marlene Dietrich sich selber. Der Schriftsteller Erich Maria Remarque denkt ähnlich: »An Marlene ist eine Hausfrau verloren gegangen.« Komplizierter sieht Lars Jacob den Fall Dietrich, wenn er eine Persönlichkeit in den Wirren der Zeit beschreibt, Widersprüche herausarbeitet und sich einfache Erklärungen, die so einleutchtend klingen, versagt. Lebensbeschreibung als Zeitgeschichte.

Salzburger Nachrichten

 

Die letzte Preußin, das ist die Metapher, die Lars Jacob für Marlene Dietrich (1901-1992) in seinem biographischen und medienwissenschaftlichen Essay findet. Und tatsächlich gelingt es ihm, diese Metapher, die sowohl preußische Tugenden wie Disziplin und Befehlsgehorsam, aber auch Selbstverantwortung, Humor und Toleranz umfasst, auf das Leben der Filmschauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich anzuwenden. Spannend sind insbesondere die Passagen, die das Verhältnis der Deutschen zu »ihrem« Star beleuchten, und zwar während des Nationalsozialismus wie danach. Neben dem Essay von Lars Jacob enthält der Biographieband Briefe, Zeitungsartikel, Fotos und Kommentare von Dietrichs Zeitgenossen und Kritikern.

quer/elles, Nr. 7

 

... gab es diverse Bücher über Marlene Dietrich, die nichts Neues mitzuteilen haben. Herausragend ist aber ein Bändchen in der Frauen-Biographie-Reihe »apropos«. 25 Fotos führen Entwicklung und Leben des Stars vor: vom hübschen Kind, über die pausbäckige junge Frau, die verschleierte Geheimnisvolle bis zur disziplinierten reifen Sängerin auf der Bühne.

Diesen gut ausgewählten Ansichten zugeordnet sind Stimmen, zeitgenössische und heutige: Kurt Pinthus schreibt 1930 über den »Blauen Engel«, Marlene Dietrich sei »hinreißend ordinär in der Passivität eines sex appeals«, Max Brod findet sie »unschuldig wie ein Raubtier«. Janet Flanner, Rudolf Arnheim, Frankfurts erster Nachkriegsoberbürgermeister, der Schauspieler Hubert von Meyerink, Dolf Sternberger, Sylvia Bovenschen: In ihren kurzen Texten und Textpassagen beleuchten sie blitzlichthaft die Schauspielerin, den Star. Kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Wahrheit wird hier erhoben, vielmehr werden Bruchstücke einer Biographie deutlich, die längst öffentlich geworden ist und dennoch uneindeutig bleibt.

Manuela Reichart, Süddeutsche Zeitung

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